Ursache und Wirkungsweise der Alkalireaktion
Bei der „Alkali-Kieselsäure-Reaktion“ (AKR) bildet sich ein quellfähiges Alkali-Kieselsäuregel, das für den Beton schädlich werden kann. Dieses Alkali-Kieselsäuregel ist bestrebt, Wasser aufzunehmen, was zu einer Volumenvergrößerung führt, und damit Rissen und Abplatzungen im Beton hervorrufen kann.


Ein Alkali-Kieselsäuregel entsteht bei der Reaktion von alkaliempfindlichen Bestandteilen (SiO2Modifikationen), die in bestimmten Gesteinskörnungen vorkommen können, mit den in der Porenlösung des Betons enthaltenen Alkali- und Hydroxid-Ionen. Die Alkali-Ionen (Natrium, Kalium) können aus dem Zement, den Betonzusatzstoffen, den Betonzusatzmitteln und der Gesteinskörnung stammen sowie gegebenenfalls durch alkalihaltige Wässer (z.B. Taumittellösungen, Meerwasser) von außen in den Beton eingetragen werden.
Ablauf und Ausmaß der Reaktion hängen insbesondere von Art und Menge der alkaliempfindlichen Gesteinskörnung, ihrer Größe und Verteilung, dem Alkalihydroxidgehalt in der Porenlösung sowie den Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen des erhärteten Betons ab. Bei trockenem Beton kommt die Alkali-Kieselsäure-Reaktion zum Stillstand. Eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion im Beton kann auch noch nach Monaten oder Jahren an einem zuvor unter normalen Bedingungen erhärteten Beton zu Ausblühungen, Ausscheidungen, Ausplatzungen von nahe an der Oberfläche liegenden alkaliempfindlichen Gesteinskörnern (pop-outs), ferner zu netzartigen oder strahlenförmig verlaufenden Rissen führen. Das Ausmaß der Schäden nimmt bis zum Festigkeitsverlust durch Gefügestörungen zu, wenn mehrere ungünstige Bedingungen zusammentreffen.

Alkalitage 2025
Die Alkali-Tage finden jährlich im Zeitraum Februar/März statt (vorlesungsfreie Zeit in Schleswig-Holstein). Dabei wird darauf geachtet, dass es nicht zu Überschneidungen mit den Ferienzeiten (allen Bundesländern) kommt.
