Was sind die Alkalitage?
Die Alkalitage haben zum Ziel, die am Markt beteiligten Aktöre im Bezug auf Alkali-Kieselsäure Reaktion (AKR) zu schulen und mit ihnen im regelmäßigen Austausch zu den Problematiken der AKR zu bleiben. Hierbei geht es insbesondere darum qualifizierte Prüfstellen, Bau-Überwachungsvereine, Labore, Kieswerke, Hochschulen, und andere die für den sicheren Einsatz von Gesteinskörnungen im Beton verantwortlich sind, auf die neusten Erkenntnisse der Technik hinzuweisen und die Untersuchungspräzision beim Erkennen AKR-förderlicher Gesteinskörnungen zu überwachen. Es werden sowohl Fachvorträge angeboten, als auch praktische Laborübungen. Gegebenenfalls werden Anpassungen der Normen und Regelwerke vorgestellt und erläutert. Darüberhinaus werden zwischen den Alkalitagen speziell aufbereitete Materialproben an die Teilnehmer verteilt, zu denen die Untersuchungsergebnisse wieder zurück an die MPA.SH übermittelt werden. Die Auswertung dieser Vergleichsversuche werden im Rahmen der Alkalitage zusammengefasst, vorgestellt und diskutiert.


Welche “Übungen” müssen die Teilnehmer während der Alkali-Tage praktisch durchführen?
- Die Teilnehmer*innen petrographieren eine Kiesprobe. Ziel ist es Flint und Opalsandstein zu erkennen und entsprechend zu separieren.
- Parallel dazu gibt es für neue Teilnehmer*innen eine extra Einführungsrunde zur Petrographie.
- Bei Bedarf werden der Kochversuch für Opalsandstein und die Bestimmung der Flintrohdichten zusätzlich vorgeführt.
- Die Teilnehmer*innen werden über Vorträge und Präsentationen auch an alle relevanten Gesteinskörnungen in der Alkali-Richtlinie herangeführt bzw. informiert.
- In regelmäßigen Abständen werden auch Exkursionen zur Steilküste angeboten. Dort findet auch eine erweiterte Petrographie vor Ort in der Natur statt.

Was sind die Vergleichsversuche und welche Aufgaben müssen die Teilnehmer dafür erledigen?
Vergleichsversuch nach Anhang A
- Petrographie von Flint, Opalsandstein
- Kochversuch Opalsandstein
- Flintrohdichte
- Reaktionsfähiger Flint
Vergleichsversuch nach Anhang A7
- Flintrohdichte
- Reaktionsfähiger Flint
Vergleichsversich nach Anhang B2
Vergleichsversuch nach Anhang B3
Vergleichsversuch nach Anhang C
Bestätigungsversuch nach Abschnitt 4
- Petrographie nach DIN EN 932-3
Wann und in welchem Rhythmus finden die Alkali-Tage statt?
Die Alkali-Tage finden jährlich im Zeitraum Februar/März statt (vorlesungsfreie Zeit in Schleswig-Holstein). Dabei wird darauf geachtet, dass es nicht zu Überschneidungen mit den Ferienzeiten (allen Bundesländern) kommt.
Wer sind die Teilnehmer?
Qualifizierte Prüfstellen, Labore, Kieswerke, Hochschulen, Bau-Überwachungsvereine
Welche Normung und Regelungen sind im Kontext der Alkali-Tage wichtig?
DIN 1164-10, Zement mit besonderen Eigenschaften – Teil 10: Zusammensetzung, Anforderungen und Übereinstimmungsnachweis von Zement mit niedrigem wirksamen Alkaligehalt.
DIN EN 196-1, Prüfverfahren für Zement- Teil 1: Bestimmung der Festigkeit.
DIN EN 197-1, Zement – Teil 1: Zusammensetzung, Anforderungen und Konformitätskriterien von Normalzement.
DIN EN 450-1, Flugasche für Beton – Teil 1: Definition, Anforderungen und Konformitätskriterien.
DIN EN 206-1, Beton – Teil 1: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität.
DIN EN 932-1, Prüfverfahren für allgemeine Eigenschaften von Gesteinskörnungen – Teil 1: Probenahmeverfahren.
DIN EN 932-2, Prüfverfahren für allgemeine Eigenschaften von Gesteinskörnungen – Teil 2: Verfahren zum Einengen von Laboratoriumsproben.
DIN EN 932-3, Prüfverfahren für allgemeine Eigenschaften von Gesteinskörnungen – Teil 3: Durchführung und Terminologie einer vereinfachten petrographischen Beschreibung (enthält Änderung A 1:2003).
DIN EN 934-2, Zusatzmittel für Beton, Mörtel und Einpressmörtel- Teil 2: Betonzusatzmittel, Definitionen, Anforderungen, Konformität, Kennzeichnung und Beschriftung.
DIN EN 1008, Zugabewasser für Beton – Festlegung für die Probenahme, Prüfung und Beurteilung der Eignung von Wasser, einschließlich bei der Betonherstellung anfallendem Wasser, als Zugabewasser für Beton.
DIN EN 1015-3, Prüfverfahren für Mörtel für Mauerwerk- Teil 3: Bestimmung der Konsistenz von Frischmörtel (mit Ausbreittisch).
DIN EN 1097-6:2013-09, Prüfverfahren für mechanische und physikalische Eigenschaften von Gesteinskörnungen- Teil 6: Bestimmung der Rohdichte und der Wasseraufnahme.
DIN EN 1992-1-1, Eurocode 2, Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken – Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau.
DIN EN 1992-1-1/NA, Nationaler Anhang/National festgelegte Parameter/Eurocode 2
Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken – Teil 1-1
